Von: dee@ljr.de

36. Vollversammlung LJR: Für ein jugendgerechtes Niedersachsen!

Ein Schwerpunkt der Vollversammlung war der Beschluss „Für ein jugendgerechtes Niedersachsen! Vier Forderungen an die neue Landesregierung”. „Jugendpolitik und die Interessen der Jugendlichen müssen in den kommenden fünf Jahren auf allen politischen Ebenen berücksichtigt werden. Sie dürfen nicht zur Nebenbaustelle verkommen. Nur so schaffen wir die Grundlage für ein lebendiges und innovatives Land Niedersachsen”, fasst Jens Risse, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen, die Kernbotschaft des Beschlusses zusammen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch ein starker Ausbau von attraktiven Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen und die Schaffung adäquater Freiräume für Jugendliche. Für eine jugendgerechte Politik ist zudem die Gewährleistung einer zeitgemäßen Jugendförderung unumgänglich. Nur auf diese Weise kann kontinuierliche und qualitativ hochwertige Jugendarbeit garantiert werden.

Jugendministerin Cornelia Rundt betonte in ihrer Rede vor der Vollversammlung ebenfalls den wichtigen Stellenwert von Jugendlichen und Jugendarbeit in der Politik. Sie freute sich über die Vielfalt der Jugendverbände bei der Vollversammlung und strich ihr Vorhaben der aktiven gemeinsamen Gestaltung von Jugendpolitik in Niedersachsen hervor.

Die Landtagsabgeordneten Norbert Böhlke (CDU), Marco Brunotte (SPD) und Julia Willie Hamburg (Bündnis 90/Die Grünen) konnten sich in einem spannenden „Blitztalk”  ein aktives Bild davon machen, welch wesentliche Bedeutung die altersgerechte Förderung von Jugendlichen und ihrem Engagement hat. Eine Stunde lang diskutierten die neu gewählten Politiker-innen in Kleingruppen mit den Delegierten über notwendige Rahmenbedingungen von Jugendarbeit. Alle drei bekannten sich dabei zum Stellenwert von Jugendpolitik, ermutigten den Landesjugendring, auch in den nächsten Jahren die Finger in die jugendpolitischen Wunden zu legen und freuten sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Auch die Beschlüsse „Ein zukunftsfähiges Niedersachsen braucht eine konsequente Klimapolitik! Die niedersächsische Jugendverbände sind KLIMaktiv!", „Qualitative Jugendarbeit ist aktiver Schutz von Kindern und Jugendlichen” und „Die Schuldenbremse nicht in die Landesverfassung aufnehmen” zeigten das Engagement der Jugendverbände, die Vielfalt von Jugendpolitik sowie die Notwendigkeit für jugendgerechte Politik auf allen Ebenen auf.

Gewählt wurde bei der diesjährigen Vollversammlung auch: Hannah Gundert (DLRG-Jugend Niedersachsen) komplettiert nun das Vorstandsteam und freute sich, ihr jugendpolitisches Know How und ihr Engagement im kommenden Jahr im Landesjugendring einbringen zu dürfen. 

Ein weiterer Höhepunkt der Vollversammlung war die offizielle Verabschiedung von Hans Schwab. Er agierte seit dem Bestehen des Landesjugendring Niedersachsen e.V. als Geschäftsführer und prägte die Organisation, das Selbstverständnis und das Auftreten des Landesjugendrings in besonderem Maße. Innovation und Kreativität waren neben der ständigen Berücksichtigung der aktuellen Jugendkulturen sowie jugendlichen Interessenslagen wichtige persönliche Leitlinien, welche die Arbeit des Landesjugendrings enorm prägten. Die Vollversammlung sowie Jugendministerin Rundt bedankten sich für seinen Einsatz in den letzten 35 Jahren und wünschten ihm weiterhin viel Energie und Motivation für seine zukünftigen Tätigkeiten außerhalb des LJR. Hans Schwab blickte in seinem abschließenden Statement auf zahlreiche Erlebnisse zurück und wünschte dem Landesjugendring und seinem Nachfolger Björn Bertram weiterhin viel Erfolg bei der ihrer Arbeit für die Kinder und Jugendlichen in Niedersachsen. 

Fotos: Frank Schinski / OSTKREUZ

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und 220 kommunalen Jugendringen und unterstützt das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter-inne-n in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.