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Rassismus in Kinderbüchern - Gift für Kinderherzen

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 07.10.2014

Das Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage (WABE) lädt gemeinsam mit dem Runden Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt sowie den Fachdiensten von Landkreis, Stadt und Kirchenkreis zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit der Theologin Dr. Eske Wollrad zum Thema „Rassismus in Kinderbüchern – Gift für Kinderherzen“ am 7. Oktober um 18.00 Uhr in die Grundschule am Bach in Nienburg ein.

Die Geschäftsführerin der evangelischen Frauen in Deutschland e.V. arbeitet seit einigen Jahren zu dem Thema und hat mit ihren Veröffentlichungen wichtige Impulse für diese Debatte geliefert. Diese Veranstaltung richtet sich besonders an Eltern, Großeltern, ErzieherInnen, Lehrkräfte, Tanten, Onkel und all diejenigen, die gerne mit Kindern lesen.

„Obwohl jedes dritte Kind in Deutschland aus einer Zuwandererfamilie stamme, lernten Mädchen und Jungen in Büchern selten, wie mit Vielfalt umgegangen werden könne. Astrid Lindgren erklärt Pippis Hang zur Lüge mit ihrem langen Aufenthalt in Afrika und ihre Verrücktheiten mit ihrer Nähe zu den 'Negern'", sagte die Theologin Eske Wollrad. Im Taka-Tuka-Land verneigten sich schwarze Kinder mehrfach unterwürfig. In anderen Büchern zeigten Beispiele aus der Tierwelt wie "Elmar, der bunte Elefant" von David McKee oder "Das hässliche Entlein" von Hans Christian Andersen, dass Andersartige nicht dazu gehörten: "Das ist Gift der frühen Jahre", meint sie. Kinderbücher sollen Kindern helfen, die Welt zu verstehen, Vielfalt zu achten und Wert zu schätzen. Der Vortrag stellt sowohl klassische (von dem Struwwelpeter bis zu Pippi Langstrumpf) als auch neuere Kinderbücher vor, die rassistische Anteile enthalten.

In einem weiteren Schritt werden rassismussensible Kinderbücher diskutiert und vorgestellt, die Unterschiede und kulturelle Vielfalt wertschätzend darstellen.

Veranstaltungsort:

Grundschule am Bach

Waldstr. 2

31582 Nienburg

Hintergrund
WABE wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN-KOMPETENZ STÄRKEN“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.